Montag, 31. Oktober 2011

Halloween


Eigentlich wollte ich den nächsten Blogeintrag über mein Wochenende in Toronto schreiben, aber nachdem ich heute das erste Mal richtig Halloween (All Hallows' Eve - Vorabend von Allerheiligen) gefeiert habe, will ich diesen Eintrag nutzen, um mich selber mit der Sache nochmal auseinader zu setzen. 

Angefangen haben die ersten Eindrücke zu diesem Fest dann aber doch in Toronto. Unser Hostel war in der Partyszene untergebracht und so sind wir schon am ersten Abend an vielen Clubs vorbei gelaufen, an denen sich lange Schlangen mit Partywilligem Volk sammelten. Es ist nicht so, dass man sich an diesem Tag gruselig oder angsteinflößend anzieht. Wer von den Leser "How I met your mother" schaut, der braucht sich nur an die Halloween Folgen zu erinnern. So ähnlich läuft das hier ab - Fast wie Karneval. Bunt, schrill, ausgefallen und bei einigen mit sehr viel Detail Verliebtheit. Zu den schrillsten und ausgefallensten Kostümen gehörten sicherlich Superman im Rollstuhl (der beinahe gegen ein Polizeiauto gelaufen wäre) und eine Achterbahn mit acht Wagons.

Der eigentliche Halloweentag hat dann wie ein ganz normaler Arbeitstag begonnen. Ich selber hatte mir auch ein Kostüm zurecht gesammelt und bin als klassischer Nerd gegangen. Ganz überzeugt war ich nicht, aber mir fehlte einfach die Karnevalskiste. Viele auf der Arbeit waren auch verkleidet und um 12 Uhr gab es im Lager ein Kürbis Wettrennen und Halloweentorte, sowie die Prämierung des besten Kostüms. Gewonnen habe ich nicht, das wäre auch zu viel des Guten gewesen, aber Spaß hatten wir trotzdem allesamt. Am Abend gab es dann für mich das Kinderhalloween zu erleben. Gemeinsam mit dem "Löwen aus Madagaskar" und "Buzz Lightyear" bin ich durch die Straßen gezogen und habe Süßigkeiten gesammelt. Ich war nicht so erfolgreich, aber die kleinen Jungs hatten die Tüten am Ende voll. Man muss sich das ganze ähnlich wie an St.Martin vorstellen. Man zieht von Haus zu Haus, klingelt und bekommt nach dem Spruch "Trick or Treat" (Süßes oder Saures) Süßigkeiten von den Hausbesitzern. Die Häuser selber sind teilweise sehr aufwendig geschmückt, man verkleidet sich und erschreckt die etwas älteren Kinder. Auch die typischen Kürbisse dürfen da nicht fehlen. Unheimlich ist es auf der Straße aber nicht. Die Kinder laufen herum und die Erwachsenen geben gerne Süßigkeiten. So war die Stimmung ein wenig wie Karneval und St.Martin zusammen. Viele Kinder, in vielen verschiedenen Kostümen, mit vielen Süßigkeiten. Ich denke, so hat jedes Land seine Bräuche und Eigenarten. Daten und Feiergründe sind andere, aber schaut man auf das Grundsätzliche, so sind die Unterschiede nicht mehr so groß. Kinder haben Spaß, auf der Arbeit trifft man sich für eine Stunde, die Menschen haben einen Grund zum Feiern und man sieht die Nachbarschaft mal wieder auf der Straße. Es schafft Gemeinsamkeiten und Identifikation - dagegen ist nichts einzuwenden, gegen die damit verbundene Kommerzialisierung aber sicher schon. Die Einkaufsläden hatten Halloweenspecials und man konnte, von der Deko bis zum Kostüm, alles im Halloweenstyle kaufen. Tradition muss eben gepflegt werden, das ist im Karneval nicht anders als hier bei Halloween.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen jetzt noch etwas verspätet ein "Happy Halloween".

3 Kommentare:

  1. Hallo Martin, das sind ja mal wieder ganz neue Erfahrungen für dich. Aber was ist ein klassischer "Nerd"? Helf uns mal.
    Viele Grüße aus dem sonnigen Köln an einem freien Allerheiligentag.
    LG
    PaMa

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  2. http://www.natalies-welt.ch/wp-content/uploads/nerd.jpg

    oder hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Nerd

    Das dürfte euch helfen. Ein klassischer Fachidiot ;)

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  3. ....mhhh wenn du als klassischer Nerd gegangen bist, frag ich mich warum du das verkleidug nennst.

    Gruss Mauro

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