Montag, 19. Dezember 2011

Motor City und Jazz

Größer kann der Kontrast eigentlich gar nicht sein. Zwischen der mächtigen Konzernzentrale des GM Automobilkonzerns und den Ruinen von Detroit liegen nur wenige hundert Meter. Sinnbildlich für diese Stadt, ja vielleicht auch für dieses Land in dem eine große Lücke zwischen Arm und Reich klafft, steht Detroit - die große Automobilindustrie und der kleine Arbeiter.
Dieses Wochenende hat mich in die USA verschlagen. Mit Roland bin ich einen alten Schulkameraden in Lensington, der Hauptstadt von Michigan, gefahren. 4 Stunden im Mietwagen durch Kanada und die USA. Bevor es aber am Sonntag in die öfters schon zur gefährlichsten Stadt der USA gekrönten Großstadt Detroit ging, gab es Kultur vom feinsten. Professoren der MSU-University haben klassische Weihnachstlieder im jazzigen Mantel zum besten gegeben. Ein wahres Erlebnis und die richtige Einstimmung auf Weihnachten. Glück hatten wir sogar, dass wir unsere Karten erst sehr spät an der Abendkasse geholt haben - so gab es Karten in der ersten Reihe. Besonders beeindruckt hat mich Gastdozent Marion Cowings, der die Musik wirklich gelebt hat und durch seine Ausstrahlung, die Körperhaltung und seine Mimik das Publikum mitgerissen hat. Wirklich ein erlebnisreicher Abend.
Nach einer Nacht im kalten Motel Super 8 und einer Dusche die 2 Minuten zum warm werden gebraucht hat, ging es Richtung Detroit. Erst ins Henry Ford Museum und danach dann noch zu GM. An dieser Stelle einen lieben Gruß an meine Kommilitonen bei Ford - das Museum lohnt sich, also kommt mal beruflich hier hin. 
Auf dem Rückweg ging es noch an der berühmten "8 Mile" vorbei und dann auch schon wieder nach Hause. Ein Werbung von GM beschreibt vielleicht ganz gut die Stimmung dieser Stadt und für welche Werte sie steht, was sie ausmacht und welche Eindrücke sie transportiert...klickt euch mal hier rein.


Zusätzlich habe ich auch noch ein paar Bilder hochgeladen.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Was mir Angst macht...

Der Weg zur Arbeit führt mich aus dem College heraus zu Bushaltestelle und von da bis fast zum Arbeitsplatz. Fast zum Arbeitsplatz...Nachdem ich um 8:10 Uhr den Bus verlassen habe, muss ich noch so ungefähr 5-8 Min durch ein Industriegebiet laufen. Was mir da wirklich Angst macht, ist auf dem Bild zu sehen. Schaut es euch an und überlegt mal...

"Limited Service" bei -20°C und hohem Schnee? Am Ende dieser Straße liegt meine Arbeitsstelle. Es sind ungefähr noch 200m zu laufen. Mit Klappspaten und Langlaufskiern werde ich diese Strecke im Winter wohl meistern müssen...Ah das macht mir Angst!

Naja zum Glück nicht wirklich. Ich sehe hier alles als gewonnene Erfahrung. Ob es gute oder schlechte Erfahrungen sind wird sich eh erst herausstellen, nachdem man sie gemacht hat. Deswegen gehe ich neue Aufgaben gelassen an und hoffe, dass sie mich im Leben weiter bringen. Ob gut oder schlecht, wer weiß wofür sie gut sind...

Sonntag, 4. Dezember 2011

Christkindl Market


Nicht nur in Deutschland werden die Weihnachtsmärkte eröffnet, nein auch Kitchner/Waterloo hat da was zu bieten. Am Donnerstag war Eröffnung und eine Sache, die ich euch zuerst fragen muss: Sind das die Glocken vom Kölner Dom die man da hört?


Auf jeden Fall kamen alleine schon bei dem Klang Heimatgefühle auf. Hätte ich die Augen geschlossen, wäre der Dom im Kopf nicht weit gewesen. 
Generell erinnerte vieles bei dem Markt an Deutschland. Alleine schon der Name: Christkindl Market. Es gibt in Kitchner eine große deutsche Gemeinde. Viele hat es nach dem Krieg aus Preußen hier hin verschlagen. Mittlerweile schon im gehobenen Alter, trifft man sich trotzdem auf eben solchen deutschen Festen, mit denen man ein wenig mit der Heimat verbunden bleibt. Man hat sich sein eigenes kleines Deutschland in Kanada aufgebaut. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ich an diesem Abend viele Gespräche in Deutsch verfolgen konnte. Selbst die "german sausage" konnte ich in meiner Muttersprache bestellen. Es gab Stollen und Volksmusik zu kaufen. "Ihr Kinderlein kommet" und "Oh, Tannenbaum" wurde von einer Blaskapelle gespielt. Davor eine Eisfläche, auf der die Kinder Schlittschuh laufen konnten. Welcome to little germany!
Einen schönen zweiten Advent euch!